Technik: Arbeiten auf Leinwand

 

Philippe Devaud hat bewusst eine Ausbildung zum Restaurator als Basis für sein künstlerisches Schaffen gewählt.

Seit 1972 reibt er seine Farben in jeder Technik aus Rohstoffen selber an. Ab 1983 bezieht er Bindemittel und nur lichtechte Pigmente bei Dr. Georg F. Kremer, Dipl. Chemiker, Farbmühle, D- 88317 Aichstetten (http://www.kremer-pigmente.com).
Aufbau der Öltechnik: Traditioneller- oder Acryl-Kreidegrund. Detaillierte Silberstift-, Rötel-, oder Kohlezeichnung. Auch selbsthergestellte Stifte aus Rohpigmenten. Imprimitur, zum Teil in den Lichtpartien weggewischt und darüber gezeichnet.
Licht und Schatten mit nicht vernetzenden Harzölbindemitteln. Im Licht mit Bleiweiß, Titanweiß, Zinkweiß oder Bleigelb deckend bis halbdeckend. In Schatten halbdeckend bis lasierend unter Zusatz von trocknungsbeschleunigenden Pigmenten.
Nach Antrocknung Lokalfarben, lasierend bis halblasierend mit Dachsvertreibern. Vernetzende Harzölmalmittel unter Zusatz von trocknungsbeschleunigenden Pigmenten.

 
Weiter Licht und Schatten wie oben.
In mehreren Arbeitsgängen liegen so im Inkarnat (Hautfarbe) bis zu 14 Schichten. Nähe und Tiefe werden durch die richtige Reihenfolge der „einander liebenden“ Pigmente erreicht. Beherrschung des „ Sfumato“ (ital.: rauchig)

Bindemittel: 5 verschiedene Öle (4 davon selbst an der Sonne eingedickt und 10 Jahre alt) sowie 5 verschiedene Harze kommen beim Malen insgesamt zum Einsatz. Bis 1994 mit doppelt rektifiziertem Terpentinöl als Lösemittel, danach Verwendung von Kohlenwasserstofflösemitteln der Gruppe der cyclo-Aliphaten.

 
Pinsel: 5 verschiedene langstielige Pinselarten aus 5 verschiedenen Haararten - Rotmarder, Iltis, Dachs, Schwein und Nylon zum Teil extra hergestellt von der da Vinci Künstlerpinselfabrik Defet GmbH, Nürnberg (http://www.davinci-defet.com). Gearbeitet wird an der Staffelei mit Palette und Malstock.
Diverse Pinseltechniken, welche zum Teil auf alte Schriftenmalerei, teils auf Marmorierungstechniken oder auf Keramikmalerei zurückzuführen sind, ergeben mit den verschiedenen Malmitteln den emailartigen Schmelz in seiner Farbschicht.

Ähnlich wie der holländische Meister ‚Vermeer van Delft’ (1632-1675), mit dessen Werken Marc Lacroix, einer der Fotografen ‚Salvador Dali`s’, den Farbauftrag von Devaud schon 1989 verglich, baut Philippe Devaud seine Arbeiten größtenteils aus unvermischt, übereinandergelegten Farbschichten auf.
So kommt das Spektrum des Lichtes voll zum tragen.
Was sich jedoch letztendlich dem Betrachter zeigt ist die Seele des Werkes, seine Ausdruckskraft und sein inneres Feuer. Alles in einer Qualität in der altmeisterliche Maltechniken ihre Wiedergeburt erfahren.


 
   
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