Technik: Arbeiten mit selbstgeschöpftem Papier |
|||||
![]() |
Ab 1997
Selbstschöpfen seines Malgrundes aus einer extrem reißfesten
und langen Faser. Der Künstler nennt sein Papier HANAKAMI, von Hana dem japanischen Wort für Blüte und Kami dem Nahmen für Papier, aber auch für Gott. Fred Siegenthaler, Gründungsvater der internationalen Papierkünstlervereinigung IAPMA und H. J. Drissler (ehemals JAPICO) Fachberater für Papierverarbeitung legten die Fährte nach Asien. Aus chinesischem und thailändischem Maulbeerbaum schöpft er ein alterungsbeständiges, säurefreies und ungeleimtes Papier, entsprechend seines künstlerischen Ausdruckes. Nach wochenlangem Einweichen, tagelangem Kochen und ausgiebigem Waschen schlägt er die Faser mit einem Holzschläger bis zu 10 Stunden von Hand bis nur noch die voneinanderliegende Fibrille zurückbleibt. |
||||
| Mit einer großen Menge Wasser und in riesigen, schwimmenden Sieben werden die HANAKAMI Papiere geschöpft.
Das frei gegossene Format entsteht direkt im Wasser und ist nicht etwa im trockenen Zustand gerissen.
Fundstücke aus der Natur werden in den ersten Jahren Teil der mehr oder weniger reliefartigen Formsuche.
|
|||||
| In letzter Zeit dominieren
Arbeiten, in welchen durch einen elektrolytischen Vorgang lichtechte Pigmente
an die Faser gebunden werden. Dann ruht das Blatt in sich - das Wasser entzieht sich, jeder Bogen ist einmalig. An der Staffelei und mit langstieligen Aquarellpinseln aus russischem Fehhaar, Palette und Malstock entstehen mit selbstangeriebenen lichtechten Pigmenten und ohne Vorzeichnung, oft nur ergänzende Malereien. Es sind zwischen realer Darstellung und phantasievoller Eigenwilligkeit, Schöpfungen von feiner Sensibilität, erregender Spontaneität und ausdruckstarker künstlerischer Leidenschaft. |
![]() |
||||